Sicherheitserziehung - Fahrrad

Grünes Licht für die Fahrt ins Blaue!

Man sagt, das Auto sei des Deutschen liebstes Kind. Aber unser Fahrrad lieben wir nicht minder. Ob auf Straßen, einsamen Waldwegen oder rasanten Schotterpisten, das Radeln, Trecken, Biken zählt für uns längst zu den schönsten und aufregendsten Formen der Fortbewegung.

Leider hat sich auch der Fahrradklau zu einer Art Volkssport entwickelt. Hunderttausende von Fahrrädern werden jährlich gestohlen und verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Auch ist das Vergnügen, in die Pedale zu treten, nicht immer ungefährlich.

Mit den Tipps auf der folgenden Seite können Sie daher beides schützen: Ihr Fahrrad und Ihre Gesundheit.
So manche Fahrt endet im Krankenhaus - oder gar schlimmer!

Wie Sie ankommen, ohne abzustürzen

Beim Radeln ist nicht zuletzt der Weg das Ziel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es ein bisschen sicherer erreichen können:
Start nach Maß! Überprüfen Sie immer die Lichtanlage Ihres Fahrrads, die Bremsen, Reifen und die Vollzähligkeit Ihrer Reflektoren, bevor Sie loslegen.
Gönnen Sie Ihrem Drahtesel regelmäßig einen Sicherheits-Check. Jede Fachwerkstatt bietet günstig Inspektionen an.
Radeln ohne Licht im Dunkeln ist extrem fahrlässig. Bei defekter Lichtanlage gilt: Wer sein Leben liebt, der schiebt - am besten direkt in die eigene Hobbywerkstatt oder zum nächsten Reparaturdienst.

Ihre Checkliste für ein sicheres Fahrrad

1. Lenkergriffe mit Abschlussknauf und Reflektor

2. robuster Bremshebel

3. hell tönende Klingel

4. weißer Frontreflektor

5. Halogenscheinwerfer (mit Standlichtautomatik)

6. Zwei von einander unabhängige Bremsen

7. Speichenstrahler oder reflektierende Reifen

8. geschlossener Kettenschutz

9. hochwertiges gutes Schloss

10. Abstandshalter (speziell für Kinderfahrräder)

11. stabiler Gepäckträger

12. roter Großflächenreflektor

13. Rücklicht (mit Standlichtautomatik)

14. Dynamo


Gutes Rad ist teuer!

Deshalb sollten Sie Fahrraddieben mit ein paar einfachen Vorkehrungen die Tour vermasseln.
Aktion "Schloss und Riegel". Verriegeln Sie nicht nur Ihr Fahrrad, sondern ketten es zudem immer noch an einen festen Gegenstand (Verkehrsschild, Fahrradständer, Laterne) - damit Langfinger Ihr Rad nicht huckepack davontragen können. Bessere Bügelschlösser halten so gut wie immer, was sie versprechen.
Gleich nach dem Kauf das Fahrrad kennzeichnen und registrieren lassen. In einigen Regionen nehmen Polizei, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Fachhandel mit Unterstützung der Westfälischen Provinzial Codierungen vor. Der sichtbare Zahlencode schreckt Diebe ab und hilft sie zu überführen, wenn sie mit Ihrem Rad erwischt werden.


Ein paar Tipps - damit Sie immer schön in Fahrt sind!

Als Radler zählen Sie auf unseren Straßen leider zu den am wenigsten geschützten Akteuren. So aber sitzen Sie um einiges fester auf dem Sattel: Vorsicht und Rücksicht bringen Sie am besten voran. Beachten Sie die Verkehrsregeln und fahren Sie stets so weit rechts wie möglich.
Übrigens: Auch für Radfahrer werden bei Ordnungswidrigkeiten Verwarnungs- und Bußgelder fällig.
Extraschutz für unsere kleinsten Rennfahrer: Kinder unter 8 Jahren müssen auf dem Bürgersteig fahren. Kinder ab dem 8. und vor dem 10. Lebensjahr dürfen sich sowohl für den Gehweg als auch für den Radweg entscheiden. Ab dem 10. Lebensjahr müssen Kinder auf dem Radweg fahren, falls keiner vorhanden ist, müssen sie die Straße benutzen. Eltern dagegen müssen immer den Radweg oder die Straße benutzen.
Ein hoher bunter Wimpel am Fahrrad sorgt dafür, dass Kinder auch hinter parkenden Autos wahrgenommen werden.
Keine Fahrt ohne Kopfschutz. Besonders Kinder sind gefährdet. Eltern gehen deshalb mit gutem Beispiel voran: Setzen Sie nicht nur Ihren Kindern, sondern immer auch sich selbst einen Fahrradhelm auf.
Wer "blau" fährt, kann sich leicht eine blutige Nase holen. Oder ein anderes "Knöllchen", das Sie schnell in die roten Zahlen bringt. Denn auch für Radfahrer gibt es strikte Promillegrenzen (1,6 Promille). Verursacht ein Radfahrer unter Alkoholeinfluss einen Unfall, so reichen schon 0,3 Promille für einen Führerscheinentzug aus. Denken Sie daran: Nicht bei jedem Angetrunkenen fährt der Schutzengel mit. Stürze können böse ausgehen.

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