James Bond bei der Feuerwehr - Das Filmprojekt der Jugendfeuerwehr Lechenich

Wenn zwei Agenten Kleinkriminelle jagen, einem Waffenschieber auf den Fersen sind und sich gegen geldgierige Scheiche wehren müssen - dann ist das ein Fall für die Jugendfeuerwehr Erftstadt-Lechenich. Aus ihren Reihen stammen aber nicht nur die Agenten, sondern auch andere bei den Ermittlungen helfende Hände und natürlich auch die Bösewichte.
Das hat sich der Nachwuchs unter der Regie von Jugendwart Elmar Mettke zumindest so zurecht gelegt und aus dem Stoff einen Agentenfilm gemacht, ganz ohne Hilfe, ganz ohne technisch hochwertiges Equipment, ganz ohne Drehbuch. Das Ergebnis, ein 45 Minuten langer, spannender Film mit Darstellern aus der Jugendfeuerwehr, führten die Macher am Freitagabend im Kino in Niederberg auf - stilecht mit ausgerolltem roten Teppich und brennenden Fackeln am Eingang.

James Bond - Die Jagd nach M&M

Auf zwei Din-A-4-Seiten hatte Mettke das Film-Gerüst stichwortartig festgehalten: "Flughafen Köln / Bonn, Flugzeug hebt ab" oder "Waffenschieber schaut durch Fernglas, redet mit Scheich, Einschläge im Wald". Das war im Jahr 2002. "Es hat Tradition, dass die Jugendfeuerwehr jeden Winter ein Video dreht", erzählt Mettke. "Aber dieses Projekt ist irgendwie ausgeartet." Mit drei Hobbydigitalkameras hatten sich die jungen Leute ans Werk gemacht. Und mit dem Drehen kamen immer mehr Ideen für den eigenen Film "James Bond jagt Max und Moritz".

Inhalt des James Bond Films:

Ein Waffenschieber bekommt den Auftrag, einen Rechner zu besorgen, der Geschützeinstellungen berechnen kann. Zwei Agenten, beide heißen James Bond, besichtigen als Duo den Tatort und machen sich auf die Spuren der Kriminellen. Das Drehteam machte sich immer nur an eine einzelne Szene, ging dabei nicht chronologisch vor. Je nachdem welcher Drehort sich gerade anbot (Mettke: "An einem Sonntagmorgen war ein Superlicht am Schloss Augustusburg in Brühl") oder welches filmische Detail plötzlich zur Verfügung stand (Mettke: "Da konnten wir durch Zufall einen halben Tag auf der Polizeiwache in Lechenich Verhöre drehen") wurde gearbeitet. Das Filmprojekt blühte unter den glücklichen Zufällen, die dem Team widerfuhren: Mettke war beispielsweise als Zuschauer bei einem Lehrschießen der Artillerieschule des Heeres: "Ich saß auf der Tribüne und hatte sicherheitshalber die Kamera mitgenommen." Er filmte einen Raketenwerfer, hielt fest, wie große Geschosse in einem Wald einschlugen - tolle Bilder, die für den Agentenfilm der Jugendfeuerwehr verwendet wurden.

Einer der beiden James Bonds, Jonas Demuth, hatte bei einem Urlaub in Minsk ebenfalls eine Kamera dabei und bekam sofort den Auftrag von Regisseur Mettke, einen Telefonmonolog "vor einem stalinistischem Zuckerbäckerbau" zu filmen. Und auch ein späterer Besuch bei Demuths Onkel in Brasilien wurde genutzt, um einige Filmszenen im Ausland zu bekommen.

Und auch mit dem Auto der beiden James Bonds hatte das Team Glück. Ein Bekannter lieh den jungen Leuten einen schnittigen Lamborghini, das perfekte Bond-Auto. Mettke: "Doch das hatten wir natürlich nicht immer, wenn wir es brauchten." So kam es, dass der Lechenicher Wehrnachwuchs einen ganz neuen Typ des Bond-Autos erfand: ein Auto, das auf Knopfdruck sein Äußeres änderte. "Mal waren die Bonds mit dem Lamborghini unterwegs, dann wurde er zu einem BMW und zu einem VW Polo."

Sehen Sie hier Fotos der Filmpremiere

Das Filmprojekt ist das Highlight der Jugendfeuerwehr. Und erste Gedanken an einen neuen Film sind bereits wach. Aber noch haben sich die jungen Macher noch nicht auf ein Thema festgelegt.

Quelle: www.ksta.de

» Hier gehts zum Trailer «

zum Seitenanfang

Schriftgröße: A-.A.A+.