Alamierung von Einsatzkräften

Sie sitzen gerade am Mittagstisch, arbeiten im Garten oder putzen Ihr Auto.
Plötzlich ertönt in nicht allzu weiter Ferne ein Martinshorn.
Warum haben Sie gar keine Sirene gehört? Wird die Feuerwehr nicht über Sirenen alarmiert?

In den folgenden Zeilen erklären wir Ihnen die Alarmierung von freiwilligen Feuerwehrkräften in Erftstadt abläuft.

Die hauptamtlichen Feuerwehrkräfte auf der Feuer- und Rettungswache in Liblar werden nach Eingang des Notrufes bei der Keisleitstelle in Kerpen per Alarmgong und anschliessendem Einsatzstichwort per Lautsprecherdurchsage alarmiert. Eine Alarmierung per Sirene ist nicht notwendig.

Je nach Einsatzstichwort oder Tageszeit arbeitet die hauptamtliche Wache den Einsatz alleine ab oder bekommt Unterstützung von den freiwilligen Kräften aus den einzelnen Löäschgruppen im Stadtgebiet. Diese werden parallel zu dem Alarmgong auf der Feuerwache alarmiert.

Dies geschieht bei der Feuerwehr Erftstadt auf zwei Arten:

1. Die „laute“ Alarmierung:

Sie erfolgt über die stationären Sirenen. Diese sind flächendeckend im Stadtgebiet verteilt. Der Sirenenton dauert eine Minute und heult dabei dreimal auf. Die Sirenen sind sehr laut und haben dadurch natürlich auch einen Nachteil wenn Sie z.B. nachts laufen und die Bevölkerung belästigt wird. Zudem werden häufig Schaulustige angelockt.

Auch die akustische Reichweite spielt eine Rolle. So kann es vorkommen, dass die Sirene selbst im Stadtteil der Alarmierung nicht überall gehört wird oder umgekehrt der Schall so weit getragen wird, dass er gleich in mehreren Orten die Feuerwehrleute aufschreckt, da eine genaue Ortszuordnung nur schwer möglich ist.

2. Die „stille“ Alarmierung:

Sie erfolgt mittels eines Funkmeldeempfängers („Piepser“). Alle freiwilligen Feuerwehrleute in der Stadt Erftstadt sind mit diesem Piepser ausgerüstet, den sie immer bei sich tragen. Somit sind sie zu jeder Zeit und an jedem Ort im Stadtgebiet erreichbar.

Bei einem Einsatz für eine Löschgruppe, z.B. Lechenich, sendet die Kreisleitstelle ein Signal vom Einsatzleitrechner. Dieses wird vom Piepser empfangen und löst einen Piepston oder ein Vibrieren des Meldeempfängers aus. Alle Mitglieder die einen Piepser tragen werden nun direkt alarmiert.

Im Bildschirm des Piepsers wird den Kräften ein Einsatzstichwort und eine kurze Ortsangabe angezeigt.
z.B. Einsatz Lechenich / Dachstuhlbrand / Musterstraße 16.

Alle Feuerwehrkräfte begeben sich darauf hin sofort zum Gerätehaus Ihres Ortes und rücken von dort aus mit den Feuerwehrfahzeugen zum Einsatzort aus.
Bei dieser Alarmierungsart kriegen Sie als Bürger also von der Alarmierung, wenn Sie nicht gerade in umittelbarer Nähe der alarmierten Feuerwehrkraft stehen, gar nichts mit.

In den meissten Fällen nutzt die Stadt Erftstadt die Form der stillen Alarmierung.
Bei größeren Schadenslagen oder bei Einsätzen zu bestimmten Tageszeiten wird die Alarmierung der freiwilligen Kräfte jedoch weiterhin mit der Sirene durchgeführt.