Verbot für Fluglaternen in NRW

Das nordrhein-westfälische Innenministerium zieht Konsequenzen aus Bränden, die durch so genannte Fluglaternen ausgelöst wurden. Künftig dürfen sie in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich nicht mehr aufsteigen. Vom Verbot sind Fluglaternen aus Papier betroffen, bei denen die Luft mit einer offenen Flamme erwärmt wird und die insbesondere unter den Namen „Himmelslaterne“ oder „Kong-Ming-Laterne“ bekannt sind. Ein Verstoß gegen die Verordnung, die am kommenden Samstag, 18. Juli, in Kraft tritt, kann mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Die aus Asien stammenden Fluglaternen erfreuten sich zuletzt ständig zunehmender Beliebtheit. Durch die Kombination einer offenen Feuerquelle mit einer leicht entflammbaren Hülle stellen sie jedoch nach Meinung des Innenministers eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit dar. Der Starter einer Fluglaterne hat weder Einfluss auf Richtung noch Höhe des Ballons. Dieser erreicht Flughöhen von mehreren hundert Metern und Flugweiten von mehreren Kilometern. Mit der Verordnung sollen insbe-sondere Haus- und Waldbrände verhindert werden.

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Leicht brennbare Laternen, die wie bei einem Heissluftballon mit der warmen Luft der Flamme in den Himmel steigen, sind ab sofort verboten. Die Laternen stammen meist aus Asien und sind unter dem Namen „Himmelslaterne“, „Flammea“ oder „Kong-Ming-Laterne“ bekannt. Wer trotz des Verbotes diese Laternen aufsteigen lässt muss mit einer Geldbusse von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Innenminister Ingo Wolff sieht aufgrund der offenen Feuerquelle in der Laterne und dem leichtbrennbaren Stoff eine „erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit“. Die nicht steuerbare Flugbahn der Laterne, die mehrere Kilometer weit und mehrere hunderte Meter hoch fliegen kann, sind er Grund des ausgesprochenen Verbotes. Durch das Verbot sol­len speziell Hausbrände und Waldbrände verhindert werden.

Hintergrund der gesamten Geschichte war ein Wohnungsbrand in Siegen, bei dem ein zehnjähriger Junge gestorben ist. Das feuer wurde durch eine Fluglaterne ausgelöst und stürtzte auf den Wintergarten des Hauses. Das Zimmer des Jungen befand sich oberhalb des Wintergartens. Da der Junge schlief zu dem Zeitpunkt und konnte daher nicht mehr rechtzeitig vor den Flammen und dem tötlichen Rauch gerettet werden.