Rauch – Die tödliche Bedrohung

In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als sechshundert Menschen durch Feuer und vor allem aber durch Rauch.

Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein Vielfaches schneller ausbreitet als Feuer. In wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht.

Nachts ist die Gefahr besonders groß. 70% aller Opfer sterben nachts.

 

Wer im Schlaf überrascht wird, kann durch die Rauchgase das Bewußtsein verlieren.
Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren.

Nicht nur zur Weihnachtszeit, auch über das restliche Jahr sind durch elektrische Geräte oder Kurzschlüsse Brände auslösbar.

Wie schnell ist ein Raum vollständig mit Rauch gefüllt? Schauen Sie selbst

Rauchmelder

können in solchen Situationen Leben retten. Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

Einen batteriebetriebenen Rauchmelder von guter Qualität kann man schon für deutlich unter 50 Euro kaufen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Rauchmelders achten?

  • Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren.
  • Batteriebetriebene Geräte sollten schwache Batterien anzeigen.
  • Das Gerät sollte ein CE-Zeichen aufweisen und geprüft sein (GS-Zeichen) oder einer internationalen Norm (BS 5446 Part 1 – Britischer Standard bzw. PrEN ISO 12239 (1995) oder ISO/DIS 12239) entsprechen.
  • Die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen

Es gibt auch Rauchmelder für Gehörlose . Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte.

Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst – vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o.ä. benutzen.

  • Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen.
  • In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden.
  • Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller.
  • In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm ausgelöst werden könnte.
  • Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation.

 

Sind Sie sicher?

Hinweise zur Vermeidung von Bränden und zum Verhalten im Brandfall [].

Rauchmelder retten Leben

Das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Faltblatt mit Informationen zum Thema Rauchmelder herausgegeben [].

Vorbeugender Brandschutz im Haus

Eine ausführliche Broschüre zum Vorbeugender Brandschutz in Privathaushalten hat das Landesinstitut für Bauwesen des Landes NRW herausgegeben und

Dieser Ratgeber zeigt auf, wie es zu Bränden im eigenen Haushalt kommen kann, benennt hierzu diverse Fallbeispiele und gibt Tipps zur Brandvorbeugung und dem richtigen Verhalten im Brandfall. Zur Themenabrundung sind für interessierte Leser zudem im Anhang ein kleines Brandschutz-Quiz sowie Ansprechpartner, Adressen und Literaturempfehlungen abgedruckt.

Weitergehende Informationen finden Sie auch im Internetportal des Innenministeriums NRW: